In der neuen Grundschule werden noch letzte Arbeiten abgeschlossen, dennoch dürfen wir uns über den erfolgreichen Abschluss im vergangenen Jahr freuen. Die nächsten großen Projekte stehen bereits in den Startlöchern: Mit der Feuerwehr in Havighorst planen wir ein bedeutendes Vorhaben.
Wir haben uns intensiv mit den Baukosten und dem Standort beschäftigt, denn ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Mitteln ist entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Für die Feuerwehr sind im neuen Haushalt bereits knapp 4 Mio. Euro eingeplant. Auch beim geplanten Bauhof sehen wir steigende Kosten – allein für die Außenanlagen sind rund 1 Mio. Euro vorgesehen.
Unser Haushalt weist ein strukturelles Defizit auf. Der Zuschuss für die neue Grundschule (11,5 Mio. Euro) und eine einmalige Gewerbesteuernachzahlung haben uns 2025 einen Überschuss beschert, doch diese Einnahmen sind nicht dauerhaft. Im laufenden Jahr müssen wir bereits wieder mit einem Minus in Bezug auf die Einnahmen rechnen.
Unser Bürgermeister hat im November 2023 im Hamburger Abendblatt betont, dass die Gemeinde bei Festivitäten sparen soll – wie u.a. bei der Sportlerehrung. Maßnahmen, die Einsparungen von gerade einmal 5.000 Euro möglich machen würden. Andererseits werden Millionenbeträge für große Bauprojekte verplant. Dazu ein Beispiel: Da der Vorplatz der neuen Schule stark versiegelt ist, läuft das Wasser Richtung Walter-Ruckert-Halle. Jetzt soll der Parkplatz für rund 1 Mio. Euro umgebaut werden, um unter anderem zusätzliche Versickerungsflächen zu schaffen. Die OWG e.V. mahnt seit Langem, auf Versiegelung zu achten – auch bei gemeindlichen Projekten.
Wir sind der Meinung, dass wir bei künftigen Projekten stärker auf kostengünstige und nachhaltige Lösungen setzen sollten. Statt individueller Architektenentwürfe könnten die vom Land Schleswig-Holstein angebotenen Standardkonzepte genutzt werden, um Kosten zu senken. Ebenso wäre es sinnvoll, verbindliche Budgetobergrenzen festzulegen und eine klare Prioritätenliste zu erstellen, damit Investitionen zuerst in dringend benötigte Bereiche wie Straßensanierung, Kinderbetreuung und den Abbau des Sanierungsrückstaus bei gemeindlichen Gebäuden fließen. Darüber hinaus sollten wir aktiv Fördermittel von Land und Bund einwerben, um die Haushaltsbelastung zu reduzieren.
Bei neuen Bauprojekten ist es wichtig, Nachhaltigkeit konsequent umzusetzen, weniger Flächen zu versiegeln und mehr Grünflächen einzuplanen, um Folgekosten für Entwässerung zu vermeiden.
Land ist nicht vermehrbar!
